Rede von Karsten Gerlach, Bürgermeisterkandidat der MDG

Foto: Enrico Mevius

Danke für die vielen Unterschriften und danke dafür, dass Sie mir die Chance geben an der BM – Wahl teilzunehmen.
Weit mehr als die erforderlichen 36 Unterschriften sind zusammengekommen.

Danke auch an die „MDG“, die mich gefragt hat, ob ich für sie ins Rennen gehen will.
Ohne euch würde ich heute hier nicht stehen. Danke für das Vertrauen.

Mein Name ist Karsten Gerlach, ich bin 66 Jahre alt und wohne gemeinsam mit meiner Frau seit 1998 in Rehfelde Herrensee.
Die Kinder sind aus dem Haus und wir sind beide im Ruhestand.

Den ersten Kontakt zum ehrenamtlichen Engagement in der Gemeinde hatte ich 2003. Da unterstützte ich meine Frau beim Aufbau der 2. Hobbybörse, welche die BGR im Märkischen Hof veranstaltete.
Da hat´s dann gefunkt. Ich wollte mitmachen, wurde Mitglied der BGR.

2009 wurde ich dann in den Vorstand gewählt.

Als Lutz Schwarz, damaliger Bürgermeister und erster Vorsitzender der BGR 2011 aus privaten Gründen seine 2. Amtszeit vorzeitig abbrach, durfte ich für ihn als Nachrücker seinen Platz in der Gemeindevertretung einnehmen.

Zeitgleich übergab er mir die Leitung der Arbeitsgruppe Gemeindepartnerschaft Zwierzyn.
Diese Leitung habe ich dann 2018 an Heidi Mora übergeben.

Für 15 Jahre Arbeit in der Gemeindepartnerschaft bin ich später von Reiner Donath geehrt worden.
Dafür vielen Dank.

Seit meinem Austritt aus der BGR im Dezember 2020 und damit auch aus über 10 Jahren Vorstandsarbeit, war ich ehrenamtlich nicht mehr aktiv.

Aber wer mich kennt, der weiß, dass untätig sein für mich nicht in Frage kommt.

Und dann erzählte mir ein Freund, dass sich in Rehfelde eine neue Wählergemeinschaft gründen will, so bin ich zu „MeineDeineGemeinde“ gekommen.

„Weil wir hier leben“, weil mir „Meine – Deine – (Unsere) – Gemeinde“ wichtig ist, und weil mir die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger am Herzen liegen, die mich auch heute noch oft ansprechen und fragen: „kann man da nicht was machen, du hast doch mal…?“

Weil ich unsere Gemeinde noch lebenswerter, noch liebenswerter machen will!

Darum habe ich mich dazu entschlossen, für das Amt des BM zu kandidieren.

Die Wählergruppe „MDG“ hat sich nicht zufällig gegründet, „wir sind gekommen, um zu bleiben“ und das werden wir auch! Nicht nur für eine Wahlperiode. Wir wollen hier etwas bewegen.
Ich bin bereit dafür!

Die Bürgerinnen und Bürger haben uns gezeigt, was sie in Rehfelde, Werder und Zinndorf anders haben möchten.

Barrierefreiheit, ein sehr brisantes Thema.
Es fehlt an abgesengten Bordsteinen, es fehlt an Rampen und barrierefreien Toiletten Vielerorts.

Der Wunsch nach einem Ortskern in Rehfelde ist nach wie vor präsent.

Es gab ein klares „Ja“ zu mehr Ärzten, mehr Gewerbe und Gastronomie und ein klares „Ja“ zu einer weiterführenden Schule.
Die hatten wir bereits, die muss wieder her und da werden wir auch nicht lockerlassen!

Ich würde mir auch mehr Ärzte verschiedenster Fachrichtungen wünschen.

Aber, es gab auch ein klares „Nein“ zu neuen großen Wohnraumprojekten.

Eines unserer Grundsätze lautet:
Zuzug ja, aber kontrolliert.
Wir wollen den dörflichen Charakter erhalten!

Es fehlt an sicheren Schul- und Fahrradwegen.

Da gibt es einen Schulweg, dort existiert auf mehreren hundert Metern keine einzige Straßenlaterne. In den Wintermonaten ist es dort frühmorgens Stockdunkel.
An anderen Strecken kann die Straße nicht gefahrlos gequert werden.
Ein sicheres Überqueren der Fahrbahn am Bahnhof Herrensee, in der Bahnhofstraße und an der Bücherei muss gewährleistet werden.

Am Bahnhof Herrensee wird das Überqueren der Fahrbahn im Berufsverkehr zum Abenteuer.
Das müssen wir ändern, bevor etwas passiert.

Es sind noch immer nicht alle Straßen mit Straßenbeleuchtung ausgestattet.

Unsere Straßen müssen so ausgestattet werden (überarbeitet werden,) dass sie auch bei Regen “trockenen” Fußes begehbar sind. Es fehlen überdachte Fahrradständer an der Schule ( Photovoltaik ) und eine Erweiterung der Fahrradständer an den Bahnhöfen muss her.

Die Infrastruktur in Rehfelde ist gut, aber wir brauchen mehr Gewerbeansiedlungen für eine solide finanzielle Basis.

Wir brauchen mehr Gastronomie.
Zwei Gaststätten für über 5000 Einwohner plus Tourismus sind zu wenig. Ebenso die Übernachtungsmöglichkeiten. Für einen guten Tourismus reicht es nicht aus.

Viele wollen einen Wochenmarkt, ich auch. Der könnte bevorzugt regionale Produkte anbieten.

Damit Rehfelde nicht an seiner neuen Turnhalle bankrott und für viele Jahre handlungsunfähig wird, müssen wir schnell Wege finden, um neue Geldquellen zu erschließen. Die gibt es.

Vielleicht ist es gar nicht nötig abzureißen und was Neues zu bauen? Es gibt bestimmt Alternativen.

Es gibt noch viele andere Projekte, Neue wie Alte.
Lasst uns gemeinsam und fair, miteinander, nicht gegeneinander, Ergebnisse für unsere Gemeinde erzielen.

Ohne wichtige Sitzungen zu vergeuden, weil Uneinigkeit herrscht. Ohne viel zu zerreden. Es gibt immer einen Kompromiss, dafür werde ich mich einsetzen.

In diesem Sinne

Karsten Gerlach